vCenter Log Insight – Sizing

By | 27. August 2013

Eine vCenter Log Appliance muss sinnvoll dimensioniert werden. Daten werden im Sekundentakt an die Appliance geschickt und dort verarbeitet. Das benötigt Rechenpower aber auch genug Speicherplatz. Weiterhin werden die Daten von Administratoren abgerufen also werden auch IOPS entscheidend sein. Wie aber size ich ein solches System?

Als erstes ist es wichtig zu verstehen, dass eine vCenter Log Insight Appliance nicht automatisch über mehr Maschinen skalieren kann. Um die Leistung zu erhöhen, kann man der Appliance mehr Ressourcen zur Verfügung stellen. Gegebenenfalls könnte man mehrere Appliances ausrollen und diese dediziert verschiedenen Infrastrukturen zuweisen. Dies würde man aber nur dann machen, wenn eine einzelne Maschine nicht mehr ausreichend ist.

Computing Ressourcen

Bei der Größe der Appliance kann man sich auf folgende Werte beziehen: LogInsightSizing

Man sollte die “XS” Konfiguration nicht in der Produktion verwenden. Diese ist lediglich zum testen gedacht. Minimum sollte man immer 4 vCPU´s und 8 GB RAM verwenden.

Wenn es nötig sein sollte 16 vCPU´s (Größe L) zu verwenden, muss vorab ein Upgrade der virtuellen Hardware durchgeführt werden. Diese ist von Haus aus auf Version 7 damit die Appliance auch unter ESXi 4.x Systemen betrieben werden kann. Ein Upgrade der vHardware kann via vSphere Client durchgeführt werden.

Nach der Anpassung der Computing Ressourcen müssen ggf. noch Änderungen an der Konfiguration vorgenommen werden. In der Datei /usr/lib/loginsight/application/etc/loginsight-config-base.xml können die Werte für den “Importer” und den “Indexer” angepasst werden.

LogInsight Config Indexer

Folgende Werte können verwendet werden:

LogInsight Config Indexer Values

Speicherplatz

Neben den Computing Ressourcen muss man sich Gedanken darüber machen, wie viele Daten gespeichert werden sollen. Dabei unterscheidet man zwischen Daten die aktiv in der Appliance vorgehalten werden und den archivierten Daten. Dazu in einem kommenden Artikel mehr. Diesen werde ich verlinken sobald er veröffentlicht wurde.

Man muss natürlich beachten, wie viele Logs geschickt werden und wie groß diese sind. Bei ESXi Servern können wir davon ausgehen, dass 10 Logs pro Sekunde geschickt werden. Jedes Log hat eine Größe von ca. 170 Byte. Kalkuliert mit 150 MB pro Tag pro Host.

Gehen wir von 100 ESXi Servern aus, können wir mit 15 GB Daten pro Tag rechnen. Entscheidend ist natürlich wie lange die Daten vorgehalten werden sollen, bevor diese archiviert werden. Gehen wir von 7 Tagen aus, wären wir in unserem Beispiel bei 7 Tage * 15 GB = 105 GB.

Zusätzlich müssen wir Index und Management Daten dazu rechnen. Raw Data + Index Vs. Raw data = 1.6:1. In unserem Beispiel wären wir dann bei 105 GB * 1,6 = 168 GB.

Dabei ist natürlich zu beachten, dass dies einen normalen Betrieb betrachtet. Im Falle von Fehlern und Problemen werden sehr viel mehr Logs erzeugt. Man sollte also entsprechend Großzügig dimensionieren und genug Platz vorhalten.

Die Ressourcen (CPU, RAM und VMDK) können einfach über den vSphere Client hinzugefügt werden.

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